Auch Eppstein sollte Pedelecs des Landes Hessen testen

Kelkheim ist dabei, Hofheim, auch Kriftel: beim Pedelec-Test, den das Land Hessen als Teil seiner „Nahmobilitätsstrategie“ anbietet – warum sollte Eppstein nicht dazugehören, fragen die Freien Demokraten und werden in der nächsten Stadtverordnetenversammlung (am 11. April) beantragen, dass sich Eppstein an „Radfahren neu entdecken“ beteiligt. Unter diesem Namen stellt das Land Hessen Kommunen für drei Monate Elektroräder zur Verfügung, die von Bürgerinnen und Bürgern, die sich dafür angemeldet haben, jeweils vier Wochen unentgeltlich getestet werden können. Kommunen der Größe Eppsteins erhalten ein „Basispaket“, bestehend aus vier Pedelcs, einem S-Pedelec und vier elektrisch betriebenen Lastenrädern. Die Vergabe der Räder an interessierte Bürgerinnen und Bürger obliegt der Kommune, die denn auch einen Verteilmodus finden muss, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt.

So schön die Taunuslandschaft rund um Eppstein ist, sie kann für Radfahrer zur physischen Herausforderung werden und deshalb vor einer Tour mit nur mechanischem Fahrrad abschrecken. Elektroräder erweitern den Radius ihrer Nutzer und erlauben Strecken mit Höhenprofilen, die sonst nur von gut trainierten Radlern gemeistert werden können. Mit seinem „Schmerzberg“ hat sich Eppstein sogar bei internationalen Rad-Profis einen Namen als anspruchsvolles Terrain gemacht, wenn das Rennen „Eschborn-Frankfurt“ (früher „Rund um den Henninger-Turm“) durch Eppstein geführt wurde.

Für Kommunen, die an dem Versuch mit Pedelecs teilnehmen, entstehen keine Kosten. „Radfahren neu entdecken“ könnte Eppstein eine günstige Gelegenheit bieten, Erfahrungen mit Miet-Pedelecs zu sammeln, um eines (nicht fernen) Tages sogar selber Elektroräder zu attraktiven Konditionen für Touristen anzubieten.

Nadja Gneupel


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