Brautfichte wird vorerst nicht gefällt

Die Brautfichte im Wellbachtal wird offenbar – vorerst – nicht gefällt. Vielmehr wollen sich die zuständigen Behörden zunächst ein vollständiges Bild vom Zustand des eindrucksvollen Baumes verschaffen, der zu den ältesten und mächtigsten Fichten in ganz Deutschland gehört. Das berichtet das „Höchster Kreisblatt“ in seiner Ausgabe vom 23. Oktober und greift damit eine Anfrage der Freien Demokraten in der Stadtverordnetenversammlung vom vergangenen September auf. Der Magistrat hatte nach damaligem Kenntnisstand geantwortet, dass Hessen Forst und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises, zuständig für Pflege und Verkehrssicherungsmaßnahmen von Naturdenkmalen, davon ausgingen, den Baum wohl fällen zu müssen.

Wenn die Brautfichte „noch eine Chance“ erhält, freut das die Liberalen in Eppstein umso mehr, als dem Baumriesen als Monument der Naturgeschichte eine ähnliche Bedeutung zukommt wie der Burg Eppstein als Monument der Stadtgeschichte. Aus diesem Grund schlagen die Freien Demokraten vor, am Beispiel und unter dem „Markenzeichen“ der Brautfichte sich Gedanken zu machen, wie der Eppsteiner Wald – auch wenn er nicht auf Grund der Stadt Eppstein steht, wohl aber in der regionalgeografischen und historischen Gesamtschau von Natur und Siedlungsgeschichte der Stadt zwangsläufig zugeordnet wird – mehr und stetige Aufmerksamkeit finden kann. Dies auch als Beitrag zur bewussten Wahrnehmung unseres Lebensumfelds und Bewahrung der Umwelt. Ideen und Vorschläge dazu werden die Liberalen demnächst als Teil weiterführender Überlegungen zur besseren touristischen Präsentation und Vermarktung von Eppstein vorlegen.

Thomas Uber


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